Kosten Outsourcing im Customer Support: Was kostet externer Kundenservice wirklich?

Viele Unternehmen stehen irgendwann vor der Frage: Lohnt sich Outsourcing im Customer Support und was kostet das eigentlich? Die Antwort darauf ist komplexer, als sie auf den ersten Blick scheint. Denn die Kosten hängen stark von individuellen Anforderungen ab: Servicezeiten, Sprachen, Systeme und Volumen spielen eine entscheidende Rolle. In diesem Artikel zeigen wir transparent, wie sich die Kosten beim Customer Service Outsourcing zusammensetzen und wie eine Zusammenarbeit mit XELEO konkret aussehen kann.

Welche Preismodelle gibt es beim Outsourcing?

Im Customer Support Outsourcing gibt es grundsätzlich zwei gängige Preismodelle: Fixkostenmodelle und variable, individuelle Kostenmodelle. Beide Ansätze haben ihre Berechtigung. Entscheidend ist, welches Modell besser zu Ihrem Geschäftsmodell passt.

Fixkosten bieten eine hohe Planbarkeit, während variable Modelle maximale Flexibilität ermöglichen. In der Praxis setzen wir bei XELEO auf maßgeschneiderte Konzepte, die genau auf Ihre Anforderungen abgestimmt sind.

Hier eine Übersicht der Vor- und Nachteile dieser Modelle:

MODELL

VORTEILE

NACHTEILE

Fixkostenmodell

Hohe Planungssicherheit
Klare monatliche Kosten
Einfache Budgetierung

Nachjustierung am Jahresende notwendig
Weniger flexibel bei Schwankungen

Individuelles Modell (variabel)

Flexible Anpassung an Volumen
Kosten nur bei tatsächlicher Nutzung
Optimal bei stark schwankender Nachfrage

Weniger planbar
Komplexere Kalkulation

Unser Ansatz bei XELEO besteht darin, keine starren Modelle anzubieten, sondern individuelle Lösungen zu entwickeln, die sowohl wirtschaftlich sinnvoll als auch operativ effizient sind.

Was sind zentrale Kostenfaktoren, auf die es beim Outsourcing im Customer Support bei XELEO ankommt?

Die tatsächlichen Kosten beim Outsourcing im Customer Support entstehen aus dem Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Diese greifen ineinander und bestimmen gemeinsam, wie aufwendig ein Projekt ist und wie es kalkuliert wird.

1. Servicezeiten

Die Servicezeiten haben, besonders bei kleineren Projekten, einen erheblichen Einfluss auf die Kostenstruktur, da sie direkt den Personalbedarf mitbestimmen. Ein Support, der ausschließlich zu klassischen Geschäftszeiten verfügbar ist, benötigt eine deutlich geringere Ressourcenplanung als ein 24/7-Service.

Besonders anspruchsvoll sind Modelle, die rund um die Uhr funktionieren müssen, da hier Schichtsysteme, Nachtzuschläge und eine stabile Verfügbarkeit eingeplant werden müssen. Gleichzeitig gibt es auch hybride Modelle, bei denen beispielsweise nur zu Stoßzeiten zusätzlicher Support durch KI bereitgestellt wird. In solchen Fällen lässt sich die Effizienz steigern, indem Ressourcen gezielt dort eingesetzt werden, wo sie tatsächlich benötigt werden.

2. Volumen

Das Anfragevolumen zählt zu den wichtigsten Faktoren bei der Kalkulation von Customer-Support-Outsourcing. Dabei geht es nicht nur um die reine Anzahl an Tickets oder Anrufen, sondern auch um deren Verteilung über den Tag, die Woche oder saisonale Spitzenzeiten.

Größere Volumina ermöglichen häufig effizientere Prozesse und eine bessere Auslastung der eingesetzten Ressourcen, wodurch sich Kosten pro Anfrage reduzieren können. Gleichzeitig erfordern stark schwankende Volumina eine flexible Personalplanung, damit auch bei kurzfristigen Peaks eine konstant hohe Servicequalität gewährleistet bleibt.

Besonders relevant ist außerdem, wie planbar das Volumen ist. Unternehmen mit stabilen Anfragezahlen lassen sich deutlich effizienter betreuen als Projekte mit unvorhersehbaren Lastspitzen. Genau deshalb setzt XELEO auf skalierbare Support-Modelle, die sich flexibel an Wachstum, Kampagnen oder saisonale Schwankungen anpassen lassen.

3. Sprachen

Die Anzahl und Kombination der angebotenen Sprachen beeinflusst sowohl die Kosten als auch die organisatorische Komplexität. Während ein rein deutschsprachiger Support vergleichsweise einfach abzubilden ist, steigt der Aufwand mit jeder weiteren Sprache etwas an.

Mehrsprachiger Support bedeutet nicht nur, dass entsprechend qualifizierte Agents eingesetzt werden müssen, sondern auch, dass Prozesse, Wissensdatenbanken und Qualitätssicherung angepasst werden. Besonders bei Kombinationen wie Deutsch und Englisch ist der Mehraufwand moderat, während zusätzliche Sprachen wie Französisch oder Italienisch den Recruiting- und Schulungsaufwand erhöhen können.

4. Einrichtungs- & Schulungskosten

Zu Beginn eines Projekts entstehen in der Regel einmalige Kosten für die Einrichtung und Schulung. Diese umfassen unter anderem die technische Integration in bestehende Systeme, die Definition von Prozessen sowie die Einarbeitung der Agents in Produkte und Abläufe.

Die Höhe dieser Kosten hängt stark davon ab, wie komplex die Systemlandschaft ist und wie spezifisch das Wissen ist, das vermittelt werden muss. Projekte mit standardisierten Tools lassen sich schneller aufsetzen, während individuelle Systeme einen höheren initialen Aufwand erfordern.

Ein professioneller Customer Support basiert auf Transparenz und kontinuierlicher Optimierung. Deshalb sind Reportings ein fester Bestandteil jeder Zusammenarbeit.

5. Laufende Supportkosten für Overheads & Qualitätssicherung

Neben den operativen Supportkosten spielen auch laufende Overhead- und Qualitätssicherungskosten eine wichtige Rolle in der gesamten Kostenstruktur. Diese Positionen werden in klassischen Preisvergleichen häufig unterschätzt oder nicht separat ausgewiesen, sind jedoch entscheidend für einen stabilen und professionellen Customer Support.

Dazu zählen unter anderem Teamleitung, Qualitätsmanagement, Monitoring, Prozessoptimierung sowie regelmäßige Feedback- und Schulungsmaßnahmen. Gerade die Qualitätssicherung sorgt dafür, dass definierte Servicelevels dauerhaft eingehalten und Supportprozesse kontinuierlich verbessert werden.

Ein professioneller Outsourcing-Partner berücksichtigt diese Faktoren von Beginn an transparent in der Planung. Denn nachhaltiger Customer Support entsteht nicht allein durch verfügbare Agents, sondern vor allem durch klare Prozesse, laufende Optimierung und eine konsequente Qualitätskontrolle.

Die Outsourcing-Kosten im Customer Support lassen sich nicht auf einen einzelnen Faktor reduzieren. Vielmehr entsteht der Gesamtpreis aus einer Vielzahl an Faktoren, die individuell auf Ihr Unternehmen abgestimmt werden. Entscheidend ist dabei nicht nur der Preis selbst, sondern vor allem das Verhältnis von Kosten, Qualität und Skalierbarkeit. Genau hier setzt XELEO an, indem jede Lösung passgenau entwickelt wird, anstatt pauschale Modelle anzuwenden.

Welche Preismodelle gibt es bei XELEO?

Monatliche Grundgebühr

Viele unserer Projekte beinhalten eine monatliche Grundgebühr, die eine gewisse Basisleistung absichert. Diese dient dazu, fixe Kosten wie Infrastruktur, Projektmanagement und Mindestverfügbarkeiten abzudecken.

In der Praxis wird diese Grundgebühr häufig so gestaltet, dass bereits bestimmte Leistungen inkludiert sind, beispielsweise ein definiertes Minutenkontingent oder eine feste Anzahl an Kontakten. Dadurch entsteht eine Kombination aus Planbarkeit und Flexibilität, die sich besonders bei stabilen Volumen bewährt.

Minutengenaue Abrechnung / Abrechnung pro Anruf

Ein zentraler Bestandteil der Kostenkalkulation ist die Frage, wie die Leistung abgerechnet wird. Bei einer minutengenauen Abrechnung wird die tatsächliche Gesprächsdauer inklusive Nachbearbeitungszeit berücksichtigt. Dieses Modell ist besonders transparent und eignet sich gut für Projekte mit schwankendem Volumen.

Die Abrechnung pro Anruf hingegen ist einfacher strukturiert, da jeder Kontakt einen festen Preis hat. Allerdings kann dieses Modell ungenauer sein, wenn die Gesprächsdauern stark variieren. In der Praxis wird die Wahl des Modells immer anhand der konkreten Anforderungen und der erwarteten Kontaktstruktur getroffen.

Wir bei XELEO entwickeln für Sie ein maßgeschneidertes Preismodell, das exakt auf Ihre Ziele und Anforderungen abgestimmt ist. Dank individueller Projektplanung können wir gezielt auf Ihre Wünsche und spezifischen Anliegen eingehen und diese effizient sowie wirkungsvoll umsetzen.

Wie sehen unterschiedliche Preismodelle in der Praxis aus?

Viele Unternehmen wünschen sich konkrete Preisangaben. Die ehrliche Antwort ist, dass pauschale Preise in diesem Bereich nicht seriös sind. Unterschiedliche Branchen arbeiten mit unterschiedlichen Systemen, haben stark variierende Volumina und benötigen individuelle Schulungskonzepte. Eine allgemeine Preisspanne würde diesen Unterschieden nicht gerecht werden.

Um dennoch ein realistisches Bild zu vermitteln, zeigen wir drei typische Szenarien aus der Praxis.

Use Case 1: Customer Service Outsourcing eines E-Mobilitäts-unternehmens

Im Bereich der E-Mobilität profitieren Projekte stark von vorhandener Systemerfahrung. XELEO arbeitet regelmäßig mit Plattformen wie Chargecloud, be.energised, eRound und charVIS. Dadurch reduziert sich der Schulungsaufwand erheblich, da bestehendes Know-how genutzt werden kann.

Gleichzeitig ist in dieser Branche eine durchgehende Erreichbarkeit entscheidend, da Nutzer:innen jederzeit Unterstützung benötigen können. Besonders in Stoßzeiten, etwa während Reiseperioden, steigt das Anfragevolumen deutlich an. In solchen Szenarien wird häufig ein hybrider Ansatz gewählt, bei dem klassische Agents durch KI-gestützte Voicebots ergänzt werden. Dadurch lassen sich Kosten effizient steuern, ohne die Servicequalität zu beeinträchtigen.

Use Case 2: Customer Service Outsourcing eines Energieversorgungsunternehmens

Im Energiesektor zeichnet sich der Customer Support durch eine vergleichsweise hohe Planbarkeit aus. Historische Daten ermöglichen präzise Forecasts, wodurch Ressourcen langfristig effizient eingeplant werden können.

Diese Stabilität erlaubt den Einsatz von Fixkostenmodellen, bei denen eine monatliche Grundgebühr zentrale Leistungen abdeckt. Innerhalb dieses Rahmens werden individuelle Bausteine definiert, die exakt auf die Anforderungen des Unternehmens zugeschnitten sind. Gleichzeitig bleibt genügend Flexibilität erhalten, um auf Veränderungen im Volumen reagieren zu können. Das Ergebnis ist ein wirtschaftlich stabiles und gleichzeitig anpassungsfähiges Support-Modell.

Use Case 3: Customer Service Outsourcing eines Telekommunikations Unternehmens

Die Telekommunikationsbranche stellt besonders hohe Anforderungen an den Customer Support, da Kund:innen eine schnelle und kompetente Unterstützung über verschiedene Kanäle hinweg erwarten. Gleichzeitig ist die Produktlandschaft meist sehr breit aufgestellt und reicht von Mobilfunkverträgen über Internet- und Glasfaserprodukte bis hin zu TV- und Streaminglösungen.

Dadurch entstehen komplexe Supportstrukturen, die häufig dedizierte Teams oder sogenannte Multiskill-Setups innerhalb eines Projekts erfordern. Agents müssen nicht nur unterschiedliche Produkte und Prozesse beherrschen, sondern auch regelmäßig auf neue Tarife, Aktionen und technische Änderungen geschult werden. Laufende Coachingmaßnahmen, Skill-Ups sowie ein intensives Qualitätsmanagement spielen daher eine zentrale Rolle, um eine konstant hohe Servicequalität sicherzustellen.

Darüber hinaus sind die zugrunde liegenden Systeme oft sehr individuell, was zu einem erhöhten Integrationsaufwand zu Beginn der Zusammenarbeit führt. Zusätzlich erfordert die Branche eine eng abgestimmte Zusammenarbeit zwischen Auftraggeber und Support-Partner, da sich Kampagnen, Produkte und Vertriebsaktionen laufend verändern und regelmäßig angepasst werden müssen.

Gleichzeitig eröffnen sich im Telekommunikationsbereich zusätzliche Potenziale, etwa durch Up- und Cross-Selling im Kundenkontakt, wodurch Customer Support nicht nur als Servicefunktion, sondern auch als wirtschaftlicher Erfolgsfaktor betrachtet wird.

Sie möchten wissen, was Ihr Projekt bei XELEO kosten würde?

XELEO ist Ihr Partner für maßgeschneiderte Customer-Service-Lösungen. Statt auf Standardmodelle zu setzen, entwickeln wir Lösungen, die exakt zu Ihren Anforderungen und Prozessen passen und sich nahtlos in Ihre bestehende Struktur integrieren.

Unsere Erfahrung in den Branchen Telekommunikation, Energieversorgung und Elektromobilität ermöglicht es uns, branchenspezifische Anforderungen präzise umzusetzen. Dabei stehen für uns vor allem Qualität, Transparenz und Steuerbarkeit im Fokus. Durch strukturierte Wissensdatenbanken, regelmäßige Trainings und klares Reporting sorgen wir dafür, dass Ihre Markenkommunikation konsistent bleibt und Ergebnisse nachvollziehbar sind.

Mit fundierter Expertise im Workforce-Management (von Forecasting bis Dienstplanung) gewährleisten wir eine flexible Skalierung: von kurzfristigen Peaks bis hin zu dauerhaftem, mehrsprachigem 24/7-Support.

Unser Ansatz ist klar kundenorientiert: Durch optimierte Prozesse und technisches Know-how reduzieren wir Wartezeiten, erhöhen die Erstlösungsquote und schaffen planbare Kostenstrukturen. So wird Ihr Kundenservice nicht nur effizienter, sondern zu einem echten Wettbewerbsvorteil.

Da jedes Projekt unterschiedlich ist, erstellen wir für Sie gerne ein individuelles Angebot auf Basis Ihrer konkreten Anforderungen. Kontaktieren Sie uns am besten direkt über unser Kontaktformular oder rufen Sie uns unter +43 2742/28520 an. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!

Jakob Zehethofer
Jakob Zehethofer

Geschäftsführer
Jakob verfügt über mehr als 26 Jahre Erfahrung im Customer Service und im Aufbau sowie der Führung leistungsfähiger Customer Service Einheiten. Er bringt langjährige Expertise in der Entwicklung effizienter Serviceprozesse und BPO-Lösungen für den Customer Support mit. Darüber hinaus verfügt er über umfassendes Wissen in der strategischen und operativen Unternehmenssteuerung. Er verbindet fundiertes Wissen im Customer Care und Customer Service mit einem klaren Verständnis für effiziente Abläufe, hohe Servicequalität und wirtschaftliche Zusammenhänge. Sein Fokus liegt vor allem auf zukunftsorientierten Servicelösungen für die E-Mobilität, Energieversorgung und Telekommunikation sowie auf hybriden Modellen aus Mensch und KI.